Torjäger Tomas Vodicka kaltgestellt
Der EHC Zweibrücken verlor am Sonntag sein Meisterschaftsspiel der Eishockey-Regionalliga Südwest gegen den ESC Hügelsheim mit 4:9 (2:3/1:3/1:3). Die aggressiven Gäste deckten die Schwächen in der Defensive vor 450 Zuschauern schonungslos auf.
Zweibrücken. Der EHC Hornets Zweibrücken hat seinen rund 450 Zuschauern am zweiten Aventssonntag eine 4:9 (2:3/1:3/1:3)-Niederlage gegen den Tabellennachbarn ESC Hügelsheim in der Regionalliga Südwest beschert. Gegen den aggressiven Aufsteiger vergab die Mannschaft von Spielertrainer Radovan Pastorek nicht nur klarste Chancen, sondern zeigte auch in der Defensive deutliche Schwächen. Zugleich handelte sich der EHCZ nach Undiszipliniertheiten unnötige Strafzeiten ein. "Ich habe mir das auch anders vorgestellt", resümierte der Hornets-Coach enttäuscht.Die Hornets begannen druckvoll und läuferisch stark. Doch sie vergaben, im Gegensatz zu den bisherigen Spielen, eine Reihe bester Chancen. Selbst Torjäger Tomas Vodicka reihte sich nahtlos ein, zeigte Ladehemmung. Als Vodicka Mitte des letzten Drittels scheiterte, ging er resignierend auf die Knie und schüttelte ungläubig den Kopf. Treffsicherer zeigten sich die badischen Gäste. Mathieu Fleury (5.) und Cedrick Duhamel (8.) sorgten früh für eine 2:0-Führung. Hoffnung keimte auf, als Heiko Homberg (11.) den Anschlusstreffer erzielte. Als die Gastgeber nach Zeitstrafen nur drei Spieler auf dem Eis hatten, nutzte dies Hügelsheims Torjäger dies eiskalt zum 3:1 aus. Als Miroslav Hantak in der Schlussminute des ersten Drittels regelwidrig gebremst wurde, verwandelte der Gefoulte den Penalty souverän zum 2:3.Das zweite Drittel war in weiten Teilen ein Spiegelbild des ersten. Nach dem 4:2 von Fleury (26.) schaffte es der EHCZ bei Überzahl (5:3) nicht, den Puck im Gästetor unterzubringen. Das rächte sich. Stattdessen kassierten die Hornets das 2:5 von Dennis Walter (35.), der nach einem Konter erfolgreich war. Dabei machte Torhüter Steven Teucke eine schlechte Figur. Die kurzzeitige Hoffnung nach dem 3:5 mit dem Treffer von Hantak (37.) wurde mit dem 6:3 durch Fleury (38.) wieder zunichte gemacht.
Zu Beginn der letzten 20 Minuten offenbarten sich weitere Schwächen der Hornets. Ein unermüdlich kämpfender Hantak war nach einem Solo auf sich allein gestellt. Sein gezielter Rückpass fand keinen aufgerückten Mitspieler. Diesen Fehlpass nahmen die Hügelsheimer dankbar an, und Sekunden später stand es durch Fleury 7:3. Nun war die Moral der Gastgeber endgültig gebrochen. Mit Wut im Bauch zeigte Bernd Hartfelder, dass an diesem Sonntag mehr möglich gewesen wäre. Einen unaufhaltsamen Alleingang schloss er mit dem 4:7 (48.) ab. Davon ließen sich die Gäste nicht irritieren. Souverän spulten sie die letzten zehn Minuten herunter und bauten ihre Führung durch Schnabel (53.) und Dennis Walter (55.) noch auf 9:4 aus. "Wir haben zu viele Chancen vergeben und zu viele Fehler gemacht", kritisierte der EHCZ-Trainer. ulzAm Sonntag muss der EHCZ bei den Rhein-Neckar-Stars. Auf einen Blick
Torfilm: 0:1 Mathieu Fleury (5.), 0:2 Cedrick Duhamel (8.), 1:2 Heiko Homburg (11.), 1:3 Duhamel (16.), 2:3 Miroslav Hantak, Penalty (19.) 2:4 Fleury (26.), 2:5 Dennis Walter (35.), 3:5 Hantak (37.), 3:6 Fleury (38.), 3:7 Fleury (44.), 4:7 Bernd Hartfelder (48.), 4:8 Schnabel (53.), 4:9 Walter (55.).
Bericht aus dem Pfälzischen Merkur (Online)
http://www.pfaelzischer-merkur.de/sport/art27519,4081860