Die Hornets konnten am Sonntagabend den aktuellen Tabellenführer Stuttgarter EC in einem wahren Eishockeykrimi mit 6:5 nach Penaltyschiessen schlagen. Stuttgart war nur mit 11 Feldspielern angereist, während die Hornets drei komplette Blöcke zur Verfügung hatten.
Von Beginn an spielten die Hornets druckvoll nach vorne, aber es sollte nichts zählbares dabei herausspringen. Besser machten es die Gäste. Gleich das zweite Powerplay konnte zur Führung genutzt werden. Und als kurz vor der Pause der beste Gästestürmer Max Müller mit seinem zweiten Treffer die Führung ausbauen konnte war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt.
Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Die Hornets im Vorwärtsgang. Sie sollten aber immer wieder am erst 15 jährigen Stuttgarter Goalie Sebastian Jerg ihren Meister finden. Bernd Hartfelder brach in der 30. Minute den Bann und konnte verkürzen. Und als Michael Neumann kurz darauf ausgleichen konnte, waren die Hornets wieder im Spiel.
Im letzten Drittel dachte man, Stuttgart würde nun kräftemäßig abbauen, aber es sollte anders kommen. Nach einem katastrophalen Puckverlust hinter dem eigenen Tor ging Stuttgart wieder in Führung. Kurz danach erhöhten die Gäste sogar auf 4:2. Die Partie schien entschieden. Aber die Hornets fighteten zurück. Und sie sollten belohnt werden. Lukas Srnka verkürzte auf 3:4 und als Patrick Mundanjohl drei Minuten vor Schluss ausgleichen konnte stand die Halle Kopf. Die Fans feuerten ihre Mannschaft unermüdlich an. Kurz vor Schluss erhielten die Gäste eine Strafzeit. Das war die große Chance die Partie zu entscheiden. Aber nach einem Fehlpass konnten die Gäste wieder in Führung gehen. Die 500 Zuschauer waren nur kurz geschockt. Sie standen auf ihren Sitzen und trieben die Mannschaft weiter nach vorne. Und sie sollten belohnt werden. Tassilo Luft erzielte mit einem Hammer von der blauen Linie den hochverdienten Ausgleich. Die Hornets hatten noch weitere Chancen die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Kurz vor Schluss hatten sogar die Gäste ihrerseits die Gelegenheit, die Partie zu entscheiden. Aber der sehr gute Marcel Brill, der diesmal den Vorzug vor Steven Teucke erhalten hatte, sicherte den Hornets zumindest einen Punkt.
Im Penaltyschiessen traf für die Hornets Michael Brill während Patrick Mundanjohl scheiterte. Die drei Stuttgarter Schützen sollten alle an Hornetsgoalie Marcel Brill scheitern. So stand am Ende ein hochverdienter Sieg gegen einen Gegner, der aber ein gewichtiges Wörtchen um die ersten beiden Plätze mitreden sollte.
0:1 (8:12) Müller (Autenried) Powerplay
0:2 (16:37) Müller (Furgol)
1:2 (29:57) Hartfelder (Brill / Luft)
2:2 (34:23) Neumann (Zimmermann) Powerplay
2:3 (41:55) Schneider (Jambor)
2:4 (44:32) Müller (Furgol / Eisele)
3:4 (50:37) Srnka (Neumann)
4:4 (56:28) Mundanjohl (Srnka)
4:5 (57:37) Horwarth () Unterzahl
5:5 (58:10) Luft () Powerplay
6:5 (60:00) Brill (Penalty)