Der EHC Zweibrücken hat gegen den ESC Bad Liebenzell seinen zweiten Sieg in der Meisterrunde eingefahren. Der Rivale aus dem Schwarzwald wurde mit 4:2 bezwungen. Die Hornets konnten gegenüber dem Samstagsspiel in Schwenningen sieben Spieler mehr aufbieten.
Gleich zu Beginn machten die Hornets Druck auf das Gästetor, auch bedingt dadurch dass sich die Gäste einige Strafzeiten leisteten während die Hornets lediglich einmal auf die Strafbank mussten. Folgerichtig konnte Michael Neumann im Powerplay das verdiente 1:0 für die Hornets erzielen, während die Gäste kaum Chancen zu verzeichnen hatten. Der Gästetorwart verhinderte in dieser Phase einen höheren Rückstand für sein Team.
Ab dem zweiten Drittel leisteten sich nun die Hornets einige unnötige Strafzeiten. Bad Liebenzell kam nun besser ins Spiel und konnte im Powerplay folgerichtig ausgleichen. Doch zu mehr reichte es für die Gäste nicht, weil auch Hornetsgoalie Marcel Brill einen absoluten Sahnetag erwischt hatte und mehr und mehr über sich hinauswuchs.
Im letzten Drittel standen beide Torhüter, die zu den besten Akteuren auf dem Eis zählten, mehrfach im Brennpunkt. Michael Neumann blieb es vorbehalten mit einem Schlagschuss, den der ansonsten gute Jens Berbauer im Bad Liebenzeller Gehäuse durch die Schoner hindurch ins Tor rutschen ließ, seine Mannschaft erneut in Führung zu bringen. Die fast 400 Zuschauer ließen die altehrwürdige Eishalle in ihren Grundfesten erbeben. Der Jubel über die erneute Führung war noch nicht verklungen als sich erneut Michael Neumann vom Anspiel weg die Scheibe schnappte, allein auf das Liebenzeller Tor zulief und mit einem hammerharten Schlagschuss aus kurzer Entfernung die Vorentscheidung erzielte. Zwischen diesen beiden Toren lagen rekordverdächtige fünf Sekunden. Die Zuschauer waren nun außer Rand und Band und trieben ihr Team lautstark weiter nach vorne. Andre Nunold schließlich war es, der nach einem Alleingang die endgültige Entscheidung für die Hornets erzielen konnte. Die Gäste versuchten noch einmal alles, um dem Spiel vielleicht doch noch eine Wendung zu geben. Aber Teufelskerl Marcel Brill war nur noch einmal zu überwinden als zwei Hornetsakteure auf der Strafbank saßen und Liebenzell mit sechs Mann stürmte. Goalie Jens Bergbauer war zu diesem Zeitpunkt längst zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis gegangen. Am Ende aber stand ein verdienter Sieg für die Hornets, die sich nach Spielschluss minutenlang von den eigenen Fans feiern ließen. Dies war ein eminent wichtiger Sieg, zumal Eppelheim zeitgleich in Heilbronn eine Niederlage einstecken musste.
Tore:
1:0 (06:35) Neumann (Anken / Nunold) Powerplay
1:1 (24:56) Wayne Kern (Zeller / Tilgner) Powerplay
2:1 (48:24) Neumann (Lahm)
3:1 (48:29) Neumann (Brüstle)
4:1 (54:53) Nunold ()
4:2 (58:32) Tilgner (Kevin Kern / Wolf) Powerplay