Der EHC Zweibrücken hat beim EV Ravensburg 1b äußerst unglücklich mit 4:5 verloren.
Mit nur elf Feldspielern angereist war man von Beginn tonangebend. Doch schon nach kurzer Zeit schied Florian Creuzburg nach einem Check mit einer Schulterverletzung aus. Heiko Homberg der nach langer Zeit wieder auflief verdrehte sich das Knie und konnte nur noch unter Schmerzen weiterspielen. Besonders die erste Sturmreihe mit Andre Nunold, Lukas Srnka und Jozef Rekem stellte die Ravensburger Defensive mehrfach vor Probleme. Aber Ravensburgs bester Mann, Torwart Matthias Nemec, stellte an diesem Abend ein nahezu unüberwindliches Hindernis dar. Besonders zwischen ihm und Hornetsangreifer Lukas Srnka sollte sich eine Art Privatduell entwickeln, das der Ravensburger Goalie für sich entscheiden konnte.
Im ersten Drittel lief Lukas Srnka zweimal alleine auf das Ravensburger Tor, scheiterte aber beide Male. Den ersten Treffer erzielten die Gastgeber im Powerplay. Die Hornets ließen sich aber nicht beeindrucken und spielten weiter nach vorne. Lohn der Mühen war der Ausgleich durch Lukas Srnka.
Im zweiten Drittel waren die Hornets weiter spielbestimmend, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Radovan Pastorek, der unermüdlich rackerte und ackerte musste nach einem hohen Stock mit einer blutenden Wunde am Kinn ärztlich versorgt werden. Die beiden Unparteiischen hatten aber angeblich die Szene nicht gesehen obwohl sie mehrfach von Hornetsspielern darauf hingewiesen wurden und der Übeltäter bekannt war. Ravensburg kam in dieser Situation mit einem blauen Auge, sprich gänzlich ohne Strafzeit, davon. Die beiden Ravensburger Treffer in diesem Drittel konnten die Hornets durch Lukas Srnka und Radovan Pastorek jeweils ausgleichen, sodass es nach zwei Dritteln 3:3 stand.
Im letzten Drittel standen dann die beiden Herren in Schwarz mehrfach im Brennpunkt. Zuerst verhängten sie einen unberechtigten Penalty gegen die Hornets, den Steven Teucke aber entschärfen konnte. Trotzdem gelang den Hausherren die erneute Führung im Powerplay. Kurz darauf schmorten Stephen Brüstle und Lukas Srnka auf der Strafbank. Ravensburg war drauf und dran das Spiel zu entscheiden. Aber Andre Nunold erkämpfte sich den Puck, ging auf und davon, konnte aber nur noch regelwidrig gestoppt werden. Den fälligen Penalty verwandelte Jozef Rekem souverän zum Ausgleich. Danach lief das Spiel völlig aus dem Ruder. Lukas Srnka fuhr einen fairen Check und erkämpfte sich den Puck. Die Schiedsrichter entschieden auf Strafzeit. Aus Frust schlug er den Puck weg und erhielt daraufhin noch zehn Minuten dazu. Kurz darauf stürzte Juniorenspieler Florian Wendland nach einem Check kopfüber in die Bande. Zum Glück blieb er unverletzt. Der fällige Pfiff blieb allerdings aus. Als er sich beschwerte, kassierte auch er eine zehnminütige Strafe. Lukas Srnka, auf der Strafbank sitzend, machte den Schiedsrichter darauf aufmerksam, dass er für ein ähnliches Vergehen bestraft wurde. Daraufhin erhielt er eine Spieldauerdisziplinarstrafe und wird in Heilbronn fehlen. Als sich die Gemüter wieder etwas beruhigt hatten, kam der nächste Aufreger. Ravensburg, nur noch den Vorsprung verteidigend schlug den Puck 35 Sekunden vor Schluss aus dem eigenen Drittel Richtung Steven Teucke. Der Hornetsgoalie lief aus seinem Tor fast bis zur roten Linie, schlug den Puck weg und wurde im Anschluss von einem Ravensburger Angreifer einfach über den Haufen gefahren. Auch hier blieb der Pfiff aus. In der folgenden Rauferei erhielt auch Goalie Steven Teucke eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Somit werden die Sorgen der Hornets vor dem nächsten Spiel sicher nicht kleiner.
1:0 (07:38) Fehr (Miller / Wolff) Powerplay
1:1 (13:11) Srnka (Rekem)
2:1 (25:37) Miller (Woitas) Powerplay
2:2 (28:05) Srnka (Rekem)
3:2 (33:41) Miller (Alber / Leiprecht)
3:3 (37:02) Pastorek (Srnka)
4:3 (52:13) Fehr (Katjuschenko / Woitas) Powerplay
4:4 (53:56) Rekem - Penalty
5:4 (56:14) Fehr (Miller) Powerplay