Die Hornets des EHC Zweibrücken schlugen am Sonntag Abend den Tabellenführer EV Ravensburg in einem packenden Spiel letztendlich verdient mit 6:3. Auf der Ravensburger Homepage war zu lesen: „Aufgrund der Tatsache, dass Ravensburg in stärkster Besetzung in Zweibrücken antritt, dürfte ein Sieg in Zweibrücken eine klare Sache sein“. Es entwickelte sich aber ein ausgeglichenes Spiel in dem die Hornets durchaus ihre Chancen hatten.
Das erste Tor aber sollte Ravensburg erzielen, als gleich zwei Hornetsakteure auf der Strafbank saßen. Die Hornets spielten weiter munter nach vorne, aber selbst klarste Chancen wurden vergeben. So stand es nach zwanzig Minuten 1:0 für Ravensburg.
Das zweite Drittel begannen die Hornets im Powerplay. Doch nach einem vermeidbaren Puckverlust im Angriffsdrittel, erzielte Ravensburg mit einem schnellen Break das 2:0 in Unterzahl. Und als gar der EVR kurz darauf das 3:0 erzielen konnte, schien die Partie vorentschieden. Doch die Hornets fighteten zurück und im Powerplay mit zwei Mann mehr konnte Heiko Homberg zum 1:3 verkürzen, als er einen messerscharfen Pass von Bernd Hartfelder freistehend vor dem Tor verwerten konnte. Die Fans wachten nun auf und feuerten ihr Team lautstark an. Und als Bernd Hartfelder kurz vor der Pause mit einem Handgelenkschuss ins rechte obere Tordreieck das 2:3 erzielte, waren die Hornets wieder im Spiel.
Kurz nach Wiederbeginn erzielte Michael Neumann den Ausgleich, als er drei Ravensburger wie Slalomstangen stehen ließ und einnetzen konnte. Die Halle stand nun kopf. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ravensburg hatte Chancen bei zwei Breaks als sie allein vor Steven Teucke auftauchten. Aber der Teufelskerl im Hornetsgehäuse konnte unter dem frenetischen Jubel der Fans beide Chancen entschärfen. In der 47. Minute erzielte Michael Neumann im Nachschuss die erstmalige Führung für die Hornets als der Gästegoalie einen Schlagschuss von Michael Brill nicht festhalten konnte. Die Zuschauer standen nun auf ihren Sitzen und feierten die Hornets. Die junge Ravensburger Mannschaft war nun sichtlich geschockt und kassierte innerhalb von nur 1 Minute 4 Strafzeiten. Sogar der Trainer musste mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe die Gästebank verlassen. Die Hornets waren nun am Drücker und konnten durch ihren besten Spieler an diesem Abend Michael Neumann das vorentscheidende 5:3 erzielen. Und als kurz darauf Georg Hähn bei einem Alleingang in bester Goalgettermanier den Ravensburger Goalie auszockte und das 6:3 erzielte, war der Drops gelutscht. Die Zuschauer feierten die Hornets minutenlang mit stehenden Ovationen.
Dieser Sieg war wie Balsam auf die geschundenen Hornetsseelen. Man war oft nah dran an einem Punktgewinn, aber an diesem Abend sollte endlich der Knoten platzen. Dieser Sieg ist um so höher zu bewerten, weil mit Radovan Pastorek, Marc Welsing, Reiner Lahm, Florian Creuzburg und Manuel Sommerhalter noch 5 Stammspieler fehlten.
0:1 (05:47) Miller (Pfeiffer) Powerplay
0:2 (20:42) Miller () Unterzahl
0:3 (22:05) Katjuschenko (Dressler)
1:3 (32:02) Homberg (Hartfelder / Srnka) Powerplay
2:3 (37:28) Hartfelder (Nunold / Homberg)
3:3 (40:28) Neumann ()
4:3 (47:42) Neumann (Brill / Reichelt)
5:3 (56:24) Neumann (Nunold / Srnka) Powerplay
6:3 (56:51) Hähn (Reichelt) Powerplay