Wichtiger Dreier gegen den Zweiten.
- lucawelle2
- vor 5 Tagen
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Die Hornets können ihre positive Form aus den letzten Wochen bestätigen und gewinnen erstmals in dieser Saison gegen die Black Eagles. Die emotionale Partie am Sonntagabend endet mit 4-3 für die Gastgeber.
Mit dem Sieg vom Freitag im Rücken, liefen 15 Hornissen plus zwei Torhüter in der heimischen Arena auf. Die verletzten Fellhauer, Genest-Schön und Kotasek mussten passen, Leon Kremer fehlte aus beruflichen Gründen. Dennoch konnten sich die Hornets auf Unterstützung aus Mannheim verlassen, neben Danil Bihn feierte Daniel Ibach sein Heimdebüt im Dress des EHC. Aber auch die Gäste konnten auf 15+2 zurückgreifen, was angesichts der Aufgabe am Freitagabend auch für Entlastung sorgen sollte. Zwischen den Pfosten der Zweibrücker startete Tim Schweitzer, der am Freitag bereits nach 18 Sekunden aufs Eis musste, als Michi Seitz der Schlittschuh kaputt ging.
Von Anfang an waren abermals die Hornets die spielbestimmende Mannschaft, die erste Chance des Abends hatte Michael Outzen, der frei im Slot nur die Schoner des Torhüters traf. Eine Minute spöter dann dieselbe Aktion, diesmal schießt Simon Klemmer die Schoner von Nils Velm an. Kurz darauf dann die nächste Großchance für die Hornissen, Simon Klemmer ist auf und davon, doch wieder ist Velm zur Stelle und kann parieren. In der Folge waren auch die Gäste erstmals gefährlich, einer der vielen schnellen Konter landet bei Morris, der aber nicht verwerten kann. Danach nahm sich das Spiel eine kleine Auszeit, ohne weitere Großchancen zu produzieren. Nach etwa 16 Minuten nimmt Sascha Göth einen Schlagschuss aus dem Halbfeld, doch dieser war eine leichte Beute für den starken Torhüter. Kurz darauf dann die strittigste Szene der Partie, in der Halle ertönt ein Pfiff des Schiedsrichtergespanns, da das Tor aus der Verankerung war. Dennoch schoss der Reutlinger Cervanka auf das Tor und plötzlich gab Hauptschiedsrichter Melcher das Tor, obwohl es zuvor einen klaren Pfiff gab. Das sorgte natürlich auf und neben dem Eis für große Diskussionen, dennoch blieb die Entscheidung des Schiedsrichters bestehen. Kurz vor Drittelende wollte Adam Spurny die schnelle Antwort geben, doch seinen schnellen Konter kann er nicht verwerten. Somit ging es mit einer aufgeheitzten Stimmung in die Pause, welche die Hornets dringend nutzen mussten.
Nach Wiederbeginn dann ein ähnliches Bild, wieder waren die Hornets von Anfang an bestimmend. Nach zwei Minuten wird Simon Klemmer schön freigespielt, doch die Direktabnahme wird gut geblockt. Kurz darauf war Petr Wiencek im Fokus, der fährt scharf vor das Zweibrücker Gehäuse, doch wieder hieß der Sieger Tim Schweitzer. Auf der Gegenseite nahm Erik Betzold dann einen Schuss aus dem Halbfeld, vor dem Tor steht Michael Outzen goldrichtig und hält die Kelle in den Schuss: das wichtige Ausgleichstor für die Hornets! Und in der Folge wollten die Hornets noch mehr, in einer kurz darauf folgenden Überzahl trifft Michael Outzen nach einer schönen Stafette nur den Pfosten. Im nächsten Powerplay machten es die Zweibrücker dann aber besser, Ratcliffe schießt von der blauen Linie, Velm kann nur abprallen lassen und dort steht Marco Trenholm genau richtig und staubt schön ab. Zu diesem Zeitpunkt war die Führung mehr als überfällig und verdient. Doch auch die Reutlinger stemmten sich gegen den Rückstand, Bayer spielt den Puck in den Slot, dort hält Traub die Kelle rein, doch ohne Erfolg. Die Hornets trafen danach in Überzahl nochmals den Pfosten, auf der anderen Seite verzieht Traub wenige Momente vor der Pausensirene knapp über das Tor. Das bedeutet auch, dass die Hornets zum zweiten Drittel die Partie verdient drehen konnten, aber auch, dass die Black Eagles weiterhin bissig bleiben.
Und das zeigten sie im letzten Abschnitt ab der ersten Sekunde. Die Hornets bekommen nämlich den Puck nicht geklärt, da nimmt Bayer einen wuchtigen Schuss und direkt vor Torhüter Schweitzer fälscht Carroll das Spielgerät entscheidend ab, sodass nach bereits 25 Sekunden der Spielstand wieder ausgeglichen war. Doch auch vom Ausgleich waren die Hornets wenig geschockt, zunächst hat Morris die Großchance im 2-gegen-0, den Konter leitet dann Erik Betzold ein, Outzen ist auf und davon und legt den Puck schön zwischen die Hosenträger von Nils Velm. Die vielumjubelte Führung sorgte erstmal für etwas Ruhe, doch erneut waren die Reutlinger wieder gefährlich. In Überzahl versucht Rubner den Bauerntrick, doch wieder einmal ist der überragende Torhüter zur Stelle. In derselben Überzahl baut Walter von hinten auf, den langen Pass fängt aber Erik Betzold ab, der sich nicht zweimal bitten lässt und den Puck in den linken Winkel schweißt. Dieser erneute Nackenschlag zeigte seine Wirkung, denn Betzold hatte fünf Minuten vor Ende die Chance auf die Entscheidung, seinen Schlagschuss hält Velm aber mit der Maske. Kurz vor Ende haben die Gäste dann nochmals zwei Chancen, doch diese landen immer wieder im Fanghandschuh von Schweitzer. Den Schlusspunkt des Spiels setzen dann aber die Gäste, 16 Sekunden vor Ende sieht Rubner halb rechts den freistehenden Morris, der Schweitzer keine Chance lässt. Doch danach brennt nichts mehr an und die Hornets spielen souverän die Sekunden runter, sodass am Ende die nächsten drei Punkte stehen.
Mit Blick auf die Tabelle können die Hornets den dritten Platz vorerst sichern. Am nächsten Wochenende geht es dann im direkten Duell gegen Hügelsheim um eine Vorentscheidung, das vielleicht wichtigste Spiel der Hauptrunde!




