Befreiungsschlag in Hügelsheim.
- lucawelle2
- 22. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Dez. 2025

Kurz vor dem Jahreswechsel und der kurzen Winterpause der Baden-Württemberg-Liga gelingt den Hornissen nochmals ein wichtiger Dreier. Beim Tabellennachbarn aus Hügelsheim überzeugen die Hornets und gewinnen mit 6-3.
Bereits vor dem ersten Bully war klar, dass die Hornets aus dem Spiel Punkte mitnehmen müssen, um noch Chancen nach vorne zu haben. Nachdem am Wochenende Pforzheim in die Top 4 gedrängt hatte, war der Sieg gegen den Vorjahresmeister fast schon Pflicht. Und so reisten die Jungs von Ralf Wolf mit einer extra Portion Motivation nach Hügelsheim, wo der erwartete Hexenkessel auf die Hornets wartete. Zwischen den Pfosten erhielt Tim Schweitzer den Vorzug, nachdem er bei der knappen Niederlage gegen Heilbronn überzeugen konnte. Insgesamt traten 13 Spieler plus die beiden Torhüter die Reise ins Spargeldorf an, wobei man im Vergleich zur Vorwoche auf Marcel Ehrhardt, Alexander Lust, Elia Schwebius und Frederic Hellmann verzichten musste, dafür rutschte Julian Weis zum zweiten Mal in der laufenden Saison in das Aufgebot. Auf der anderen Seite boten die Rhinos 18 Feldspieler auf, was bereits hier einen Vorteil bot.
Die Hornets zeigten sich aber von Beginn an unbeeindruckt von Kulisse und der längeren Bank. Von Beginn an zeigten die Hornets, dass hier nur eine Mannschaft für die drei Punkte in Frage kommen soll. Aber auf der Gegenseite war auch heute wieder ein gut aufgelegter Torhüter zu Gange, der Isländer Ivarsson war gerade in der Anfangsphase der Garant dafür, dass das Spiel offen blieb. In der 6. Minute war es aber ausgerechnet Alex Kotasek, der noch in der vergangenen Saison in Ivarssons Heimatland spielte, der den jungen Isländer erstmals in der Partie überwinden konnte. Die wichtige Führung für die Hornets brachte auch erstmals Selbstvertrauen und Ruhe in die Mannschaft. Während die Hügelsheimer sich gegen die Zweibrücker Bemühungen, auf ein zweites Tor zu erhöhen, bäumten, war es wieder Kotasek, der von seinem Landsmann Spurny bedient wurde und die 2-0 Führung erzielen konnte. In der Folge verlor das Spiel etwas an Zug, dennoch bleiben beide Mannschaften dran und konnten immer wieder Nadelstiche setzen, doch beide Torhüter hatten einen guten Abend erwischt. Auch die erste Reihe zeigte dann noch, was in ihr steckt. Wieder ist Spurny beteiligt, Betzold legt auf Ratcliffe, der die 3-0 Führung erzielen konnte. Aber die Rhinos wollten sich vor eigener Halle nicht vorführen lassen, weshalb auch das Team von Cedrick Duhammel deutlich verändert auftrat. Kurz nach dem dritten Tor der Hornets, war es der Rhinos Top-Scorer Haas, der die Heimmannschaft wieder in Schlagdistanz brachte. Zum Ende des ersten Drittels zappelte der Puck dann nochmals im Hügelsheimer Tor, doch die Schiedsrichter entschieden nach kurzer Beratung auf „kein Tor“. Somit gingen die Hornets mit einer sehr verdienten Führung in die Pause, wo man genug Zeit hatte, etwas durchzuschnaufen.
Zu Beginn des zweiten Drittels mussten dann die Rhinos auch erstmalig in Unterzahl ran, nachdem Martin Vachal regelwidrig gehalten hatte. Und die daraus resultierende Überzahl nutzten die Hornets kaltschnäuzig, am Ende der Verwertungskette steht Ratcliffe, der seinen zweiten Treffer des Abends erzielte. Doch auch hier war der Jubel nur von kurzer Dauer, denn abermals zwei Minuten später verkürzten die Rhinos durch Keränen auf 2-4. Ab dann begann ein munteres Strafenfestival, in dessen Folge es insgesamt acht Strafen in den verbleibenden 12 Minuten gab, fünfmal gingen die Strafen gegen die Hornets, dreimal traf es die Rhinos. Zweimal gerieten die Hornets dabei sogar in eine 5-gegen-3 Unterzahl, doch beide Male stand das Zweibrücker Penalty-Killing sehr stabil und verteidigte die Hügelsheimer Bemühungen gut weg.
Das gleiche Bild zeichnete sich dann auch zu Beginn des letzten Abschnitts, als sowohl Erik Betzold als auch Marco Trenholm gleichzeitig für jeweils zwei Minuten vom Eis müssen, was für die kurze Bank der Hornets ein herber Schlag war. Doch auch hier verbanden sich die eklatante Schwäche der Hügelsheimer im Powerplay und die starke Unterzahl der Zweibrücker, sodass es weiterhin beim Spielstand blieb. Doch als die Unterzahl gerade vorbei war, war es der Routinier Vachal, der seine Mannschaft wieder auf ein Tor heranbringen konnte. Doch die Hornets machten genau das, was die Rhinos in den ersten beiden Dritteln machten: Sie gaben eine schnelle Antwort. Dieses Mal war es wieder Jacob Ratcliffe, der sich in der zweiten Reihe pudelwohl fühlte und so seinen ersten Hattrick im Hornets-Trikot schnürte. Dieser erneute Nackenschlag war für die Rhinos gewissermaßen ein Stimmungskiller, denn danach gab es ein Ebenbild des zweiten Drittels, da auch hier wieder viele Strafen gegen beide Mannschaften ausgesprochen wurden. Hier traf es zum Ende insbesondere Michael Outzen und Erik Betzold, die im letzten Drittel vier der fünf Zweibrücker Strafen bekamen. Fünf Minuten vor Schluss waren es ausgerechnet Outzen und Betzold, die im Zusammenspiel alle Hügelsheimer Hoffnungen beendeten und den 6-3 Endstand lieferten.
Somit verabschieden sich die Hornets mit einem wichtigen Sieg in die kurze Pause, ehe es am 04.01.2026 dann mit dem Nachholspiel gegen Bietigheim weitergeht. Somit pirschen sich die Zweibrücker auch weiter an das Spitzentrio ran, mit einem Spiel weniger liegt man nun fünf Punkte hinter Hügelsheim und hält die Pforzheimer etwas in Schacht.




