Gegnercheck: Eisbären Heilbronn

Vieles lies die knapp 500 Zuschauer am vergangenen Sonntag mit Fragezeichen zurück, nachdem sich die Hornets zu einem Heimsieg gegen Mannheim gezittert haben. Am kommenden Wochenende müssen diese Fehler, die zu den Gegentoren geführt haben und die Probleme im Sturm abgestellt werden, denn am Sonntag geht es zu der einzig ungeschlagenen Mannschaft in der Baden-Württemberg-Liga, den Eisbären Heilbronn.
Rund um den Standort Heilbronn gab es Anfang dieses Jahres einiges an Trubel. Finanzielle Probleme der Falken, ein Aufstieg des Stammvereines und ganz viel Ungewissheit, wie es denn für die Mannschaft in der Baden-Württemberg-Liga weitergeht. Doch am Europaplatz ist wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt, die Falken sind wieder drittklassig und der sportliche Erfolg ist da. Das liegt nicht zuletzt am ehemaligen Headcoach Kai Sellers, der als Geschäftsführer der Falken nun die Geschicke in den Händen hält. Nach vielen Jahren, die Kai Sellers hinter der Bande der Eisbären verbrachte, waltet nun ein neues Gesicht: Neu-Chefcoach Andreas Nowak. Der 43-jährige Übungsleiter ist seit vielen Jahren im Nachwuchs der Heilbronner tätig, nun der Aufstieg zu den viertklassigen Eisbären.
Aber auch im Team des Rekordmeisters der Baden-Württemberg-Liga gibt es einige neue Gesichert, aber auch Spieler, die man verabschieden musste. So verabschiedete sich die nordische Fraktion um Torhüter Törnqvist und die Stürmer Lottonen und Santanen, nur Liiberg verblieb von den ursprünglich vier Finnen im Team. Außerdem verließ Aiden Wagner die Eisbären nach einem halben Jahr den Verein. Innerhalb der Liga wechselte Nico Horter zudem nach Reutlingen. Auf Zugangsseite konnte man sich die Dienste von Dominik Dech sichern, der aus Hügelsheim nach Heilbronn wechselt. Mit Raik Wadowski (Freiburg) und Johann Kaschtanov (Vienna Capitals) konnte man darüber hinaus noch zwei junge Akteure für das Team verpflichten. Mit viel Erfahrung kam Adriano Cariciola aus der Bayernliga, wo er in der vergangenen Saison mit einem Punkt pro Spiel überzeugen konnte.
Trotz den namhaften Abgängen, konnte man bislang sehr erfolgreich durch die Liga marschieren. Die Bilanz ist deutlich, fünf Spiele, 15 Punkte und 36 Treffer. Gegen Reutlingen setzte man sich im Topspiel knapp mit 5-4 durch, in allen anderen Spielen gewann man mit mindestens vier Treffern Vorsprung. Dabei sind es vor allem die altbekannten Gesichter, die wieder ihre Qualitäten aufs Eis bringen. Mit Marco Haas hat man weiterhin einen verlässlichen Scorer, der bislang in vier Spielen 14 Punkte beisteuern konnte. Dahinter stehen mit Brenner (13 Pkt.) und Liiberg (12 Pkt.) zwei weitere Heilbronner in der Top 7 der Scorerliste der Liga.
Ob sich die Hornissen wieder fangen können und die nächsten wichtigen Punkte in Heilbronn entführen können, sehen wir am Sonntagabend. Am Feiertag treffen die Hornets ab 18:30 Uhr auf die ungeschlagenen Eisbären, dabei ist Spannung sicherlich garantiert. Tickets sind vor Ort sowie online erhältlich.




