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Zwei Punkte gegen den Meister.

  • lucawelle2
  • 10. Nov. 2025
  • 4 Min. Lesezeit


Nach zuletzt zwei Niederlagen am Stück, konnten die Zweibrücker Hornets am Sonntagabend eine starke Reaktion zeigen. In der Wiederauflage des letztjährigen Finalspiels gewann man mit 4-3 nach Penaltyschießen.


An diesem Sonntagabend lag etwas spezielles in der Luft der Zweibrücker Eisarena. Nach zwei Niederlagen auf der Straße war es an der Zeit, vor eigenem Publikum zu zeigen, dass man es besser kann. Zu dieser Mission gab es ein Debüt zwischen den Pfosten, Michail Elagin ersetzte zu Beginn Michi Seitz. Ebenso war mit Danil Bihn ein zweiter Förderlizenzspieler am Start. Zudem gab es ein überraschendes Gesicht im Zweibrücker Aufgebot, Frederic Hellmann gab sein Saisondebüt.


Vor dem Spiel gab es aber noch emotionale Momente, als Maxi Dörr vor den heimischen Fans in den verdienten „Ruhestand“ verabschiedet worden ist.


Auf dem Eis waren die Hornissen aber wie beflügelt. Bereits nach 10 Sekunden war es Leon Kremer, der per Großchance zum 1-0 einschießen könnte. Keine 20 Sekunden später wird Michael Outzen im Slot freigespielt, aber auch er scheitert am Hügelsheimer Schlussmann. Das Spiel war noch nicht unterbrochen, da nimmt Simon Klemmer von der blauen Linie Maß, aber erneut landet der Puck nur im Fanghandschuh von Ivarsson. Als die dritte Reihe dann zum ersten Mal auf dem Eis war, chipt Leon Kremer den Puck aus der eigenen Zone, der scheinbar harmlose Puck wird aber vom pfeilschnellen Danil Bihn erobert, der dann aus dem Lauf unhaltbar einschweißt. Diese frühe Führung war aus Zweibrücker Sicht mehr als verdient, da die Rhinos bis zu diesem Zeitpunkt erst einmal das Zweibrücker Drittel gesehen hatten. Doch wie vom Gegentreffer aufgeweckt, zeigten sich die Rhinos im Anschluss bissig, Finaltorschütze Majewski läuft mutterseelenallein auf Elagin zu, doch der lässt sich nicht aus der Reserve locken. Kurz darauf war es wieder dieses Privatduell, doch auch dieses konnte der 19-jährige für sich entscheiden. In der Folge nahm die Partie deutlich an Fahrt ab, denn es folgte viel Geplänkel im Mittelfeld. Erst zur 17 Minute gab es wieder Aktion auf dem Eis, nachdem sich Sascha Göth und Fabian Fellhauer den Hügelsheimer zur Brust nahmen, der übermäßig viel gegen Michail Elagin nachgestochert hatte. Den Schlusspunkt im Drittel setzt wieder eine Keilerei, dieses Mal ging Leon Kremer als klarer Punktsieger gegen Michael Kick auf die Strafbank. Somit gingen die Hornets mit einer hauchdünnen Führung in die Pause, die sie sich aufgrund einer großartigen Leistung auch verdient hatten.


Doch zum Beginn des zweiten Drittels zeigte sich erneut die Schwäche der Hornissen, die immer wieder zu verschlafen aus der Pause kommen. Nach einem kleinen Wechselfehler macht sich Kortelainen auf den Weg, der Elagin dieses Mal bezwingen konnte. Und dieses Mal wollten die Rhinos mit Druck weitermachen, eine Minute später kann Elagin noch mit dem Blocker abwehren, kurz darauf war er gegen eine Finte von Marco Haas abermals machtlos. Somit drehten die Rhinos das Spiel innerhalb von zweieinhalb Minuten, obwohl die Hornets vor der Pause gut im Spiel waren. Die Hornets waren aber alles andere als geschockt, trotz des Doppelschlags wollte man dort weitermachen, wo man vor der Pause aufgehört hatte. Doch zu oft verlor man sich in kleinen technischen Fehlern, was den kompakten Hügelsheimern nur in die Karten spielte. Und so kam es für die Gastgeber noch dicker, Haas schließt aus der Drehung ab, der abgefälschte Puck wird länger und länger und fällt undankbar in den Winkel. Erneut war man nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, doch erneut läuft das Team von Ralf Wolf einem Rückstand hinterher. Dieses Mal aber war man entschlossener, in der 37. Spielminute bedient Jacob Ratcliffe per Traumpass seinen Kollegen Kotasek, der wunderschön per Rückhand unter die Latte legt. Zu diesem Zeitpunkt war die Halle auch wieder da, wie ein Lauffeuer ging die Hoffnung durch die Zweibrücker Eisarena. Und die Hornets wollten unbedingt noch vor der Unterbrechung den Ausgleich, dieses Mal trifft Michael Outzen nur den Pfosten, den Nachschluss legt Silas Jäger dann an das Außennetz. Doch die Bemühungen wurden kurz darauf belohnt, Alex Kotasek erobert den Puck hinter dem Hügelsheimer Gehäuse, legt auf den heraneilenden Ratcliffe, der kurz vor der Pause den wichtigen Ausgleich erzielt. Somit war nach Drittel zwei das Spiel wieder völlig in der Wage, was auch einen spannenden Schlussabschnitt versprechen sollte.


In diesem Schlussabschnitt waren zunächst aber wieder die Gäste etwas am Drücker, ohne sich aber zwingend vor Michail Elagin zu spielen. Kurz darauf taucht dann Kortelainen vor Elagin auf, doch auch hier siegt erneut der junge Torhüter. Zur Mitte des Schlussabschnitts dann erneut ein lautes Raunen, als der Puck quer durch den Zweibrücker Torraum fliegt, ohne aber einen Abnehmer zu finden. Die vielleicht spielentscheidende Szene folgte dann wenige Momente später abseits des Spielgeschehens, als Martin Vachal die Sicherungen durchbrechen und Fabian Fellhauer zweimal mit dem Stock an den Kopf schlägt. Die Folge: 5 Strafminuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe. Und ebendiese 5 Minuten sollten für die Hornissen die erneute Führung bringen. Doch zu oft machte man es sich selbst zu schwer, der letzte Pass oft zu ungenau und die tapferen Rhinos warfen sich in jeden Wurf. Die größte Chance hatte dann Jacob Ratcliffe, der gefühlvoll in den Slot legt, doch keinen Abnehmer findet. Kurz darauf drehte aber das Momentum, als Adam Spurny sich mit Raphael Diebold anlegt und im Anschluss für 5 Minuten zum Abkühlen muss. Das bedeutet aber auch, dass die Hornets die letzten fast fünf Minuten in Unterzahl verbringen mussten. Doch auch hier schlägt erneut das starke Unterzahlspiel der Hornets zu, die den Hügelsheimern kaum Luft zum Atem ließen. So heißt es nach hart umkämpften 60 Minuten 3-3, erneut geht es zwischen diesen beiden Mannschaften ins Penaltyschießen.


Für die Hornets übernahm dann zuerst Erik Betzold Verantwortung, der dieser auch voll und ganz gerecht wurde. In der Bewegung legt er zwischen die Beine von Ivarsson, der keine Chance zur Abwehr hat. Auf der Gegenseite scheitert aber Marco Haas an Michail Elagin, der keine Lücke bietet. Dann lief Michael Outzen an, der vor knapp sieben Monaten mit seinem Penalty den 1-1 Serienausgleich eingetütet hatte. Und auch dieses Mal war der US-Boy ganz cool und überwindet den Hügelsheimer Schlussmann. Somit ging es schon im vierten Schuss um alles, Nico Kolb nahm sich den Puck, doch er scheitert - wie auch beim letzten Penaltyschießen - im entscheidenden Moment. Somit sichern sich die Hornets den wichtigen Extrapunkt im Kampf um den Anschluss an die Black Eagles Reutlingen.


Am kommenden Wochenende steht dann das nächste wegweisende Doppelwochenende auf dem Spielplan, am Freitag trifft man auf die formstarken Pforzheim Bisons, zwei Tage später geht es gegen die Schwenninger Fire Wings.

 
 
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