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Ein Punkt in Reutlingen.

  • lucawelle2
  • 8. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Die Hornets können die Auswärtsfahrt am vergangenen Freitag mit einem Punkt im Gepäck etwas versöhnlich abschließen. In einem hochkarätigen Penaltyschießen setzen sich die Reutlinger knapp mit 2-1 durch.


Die Hornissen rund um Trainer Ralf Wolf haben mit viel Motivation im Gepäck am vergangenen Freitag die lange Auswärtsfahrt nach Reutlingen angetreten. Der Tross von 14 Feldspielern plus 2 Torhütern reiste mit dem klaren Ziel an, die herbe Klatsche von Ende Oktober wett zu machen und so den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Nach der kurzen Verschnaufpause mit einem spielfreien Wochenende kehrte unter Anderem der zuvor gesperrte Sascha Göth wieder ins Aufgebot, ebenso war Routinier Frederic Hellmann wieder dabei. Ebenso war mit Tim Schweitzer erstmals der neue Koalier der Hornets im Kader, der zu Beginn der Wechselphase nach Zweibrücken gewechselt war.


Zu Beginn des Spiels waren es vor allem die Hornets, die mit viel Druck aus der Kabine kamen, doch die erste Großchance des Spiels hatte der Reutlinger Topscorer Morris, der aber am brilliant aufgelegten Michi Seitz scheiterte. Auch danach waren es immer wieder die Hornets, die sich im Reutlinger Drittel festbeißen konnten, die Reutlinger waren vor allem durch schnelle Konter gefährlich. Bereits nach 5 Minuten waren die Hornets dann in der ersten numerischen Überzahl, nachdem Devon Pepin aufgrund eines Beistellens vom Eis musste. Doch in der zweiminütigen Überzahl ging keine Chance der Hornets über das Versuchsstadium hinaus, die vermutlich größte Chance hatte Simon Klemmer mit einem scharfen Schuss, der aber in den Armen von Nils Velm landet. Zur Hälfte des ersten Drittels schließt Alex Kotasek aus spitzem Winkel ab, der Puck landet hinter dem Tor, von dort legt ihn dann Kotasek vor das Tor, wo dann Matthew Genest-Schön arbeitet und der Puck am Ende im Tor landet. Die verdiente Führung der Hornets sorgte erst einmal für ein Aufatmen bei den Hornets, doch auch angesichts des letzten Aufeinandertreffens war man gewarnt, nicht nachzulassen. Und das tat man auch nicht, mit der Führung im Rücken gab die Mannschaft weiter Gas, obwohl auch die Reutlinger immer besser in die Partie kamen, allerdings immer wieder auch an sich selbst scheiterten, weil der sprichwörtliche letzte Pass oft mit zu wenig Präzision gespielt wurde. Ebenso machte ein starker Michi Seitz den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung, der für die Reutlinger Offensive kaum zu bezwingen war. So ging man nach intensiven 20 Minuten mit einer verdienten Führung in die Pause.


Auch im zweiten Drittel waren es die Hornets, die ein wenig die Kontrolle übernahmen und sich immer wieder festsetzen konnten. Doch auch bei den Hornets fehlte es ein wenig an der letzten Konsequenz, den Puck im Tor unterzubringen. Kurz nach Wiederbeginn nimmt Leon Kremer von der blauen Linie Maß, den Abfälscher von Adam Spurny kann Nils Velm aber routiniert parieren. Im weiteren Verlauf gab es wenig nennenswerte Chancen, doch zum Ende des Mittelabschnitts verloren die Hornissen etwas ihre Linie, was die Black Eagles stärker machte. Das war auch dadurch begünstigt, dass man das Ziel über Bord warf, von der Strafbank zu bleiben. Innerhalb der letzten fünf Minuten mussten zunächst Jacob Ratcliffe und Alex Kotasek auf die Strafbank, danach wurden auch Michael Outzen und Leon Kremer hinausgestellt. Die aufkommende Unruhe und die numerische Überzahl sorgte dafür, dass die Reutlinger ins Kombinieren kamen, aber auch hier fehlte die letzte Konsequenz, weswegen die Überzahlspiele allesamt von einem starken Penalty Killing der Hornets unschädlich gemacht wurden. Somit ging man auch in die zweite Pause mit einer Führung, wobei die Gegner immer stärker wurden, weshalb auch weiterhin viel Vorsicht geboten war.


Ein weiterer Nachteil war, dass mit der Schlusssirene des zweiten Drittels auch Michael Outzen eine Strafe aufgebrummt bekam, weshalb die Reutlinger mit frischem Eis knapp eine Minute in doppelter Überzahl spielen durften. Aber auch in doppelter Unterzahl machten es die drei Zweibrücker plus Torhüter Seitz sehr gut, sodass den Reutlinger oft nur ein Verzweiflungsschuss von der blauen Linie blieb. Als dann die Strafzeit von Michael Outzen fast schon abgelaufen war, war es dann leider soweit, die Reutlinger kamen zum Ausgleich. Die Black Eagles konnten sich wieder in ihre Formation Festspielen, da findet Kapitän Cervanka auf der anderen Seite seinen Landsmann Rubner, der den Puck trocken in die Maschen haut. Im Anschluss flogen dann die Plüschtiere, denn die Gastgeber riefen an diesem Abend zu einem „Teddy Bear Toss“ auf, was einem guten Zweck zukommt. Dennoch ließen sich die Hornets von dem kalten Schlag nicht stoppen, nach dem Bully konnte man sich sofort wieder in der Zone der Heimmannschaft festsetzen und konnte mit einer Serie von gefährlichen Chancen den Torhüter Velm prüfen, doch dieser blieb stabil. Im Anschluss wurde das Spiel aber auch etwas härter, was zu einem Topspiel auch dazugehört. Aber auch da waren die Hornets überlegen, die Reutlinger konnten ihre gefährlichen Chancen quasi nur durch Konter setzen, welche die Hornets aber deutlich besser unterbinden konnte. Kurz vor Schluss gab es dann noch eine Schrecksekunde, als Adam Spurny wegen einer Torhüterbehinderung für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Aber auch trotz der Unterzahl und nach Ablauf der Strafe konnte man Offensiv einige Akzente setzen und man hatte durchaus die Chance, das Spiel in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Am Ende steht aber das 1-1 Unentschieden nach 60 Minuten, sodass das Penaltyschießen sofort folgte.


Auf Seiten der Gastgeber lief zuerst Carroll an, der Michi Seitz spektakulär umkurvt und so keine Chance lässt. Für die Hornets war zuerst Erik Betzold dran, der gegen Schwenningen und Hügelsheim stark verwandelte. Dieses Mal fehlte ihm aber das Glück und er bleib an Velm hängen. Danach war Morris dran, der mit einem starken Move Michi Seitz verlädt und die 2-Tore-Führung herstellte. Somit lag es an Michael Outzen, der bereits verwandeln musste, um die Hornets im Spiel zu halten. Doch auch dieser packte einen Mega-Move aus und konnte somit ins leere Tor einschieben. Gleichzeitig konnte aber auch Kapitän Cervanka das Spiel entscheiden, was dieser auch souverän machte, sodass sich die Gastgeber an diesem Abend den Extrapunkt sammelten.


Somit konnten sich die Hornets aber auch nicht für einen mutigen und starken Auftritt belohnen, bei dem man über die meiste Zeit die bessere Mannschaft war, sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Quantität der Chancen. Somit muss man hier eher von zwei verlorenen Punkten statt einem gewonnenen Punkt sprechen. Die nächste Chance auf Punkte haben die Hornets dann am kommenden Wochenende, wenn der Spitzenreiter aus Heilbronn in die Rosenstadt kommt.

 
 
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